Öffnungszeiten
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und an Feiertagen:
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Donnerstag: 9 - 19 Uhr
Montag (außer an Feiertagen),
sowie am 24. und 31.12.: geschlossen
Inhalt:
bis 1918

Teil I: Die Anfänge
Christian Schmidt (Jg. 1845), Musterexemplar jener Gattung schwäbischer Tüftler und Macher, die einer Redensart zufolge alles können außer Hochdeutsch, war Mechaniker von Profession. Er gründete 1873 zusammen mit Heinrich Stoll in Riedlingen an der Donau eine "Mechanische Werkstätte zur Herstellung von Strickmaschinen". Dies war der Ursprung der späteren NSU-Werke.
Auf der Suche nach einem neuen Standort für seine expandierende Fabrik kam Schmidt nach Neckarsulm. Die hier kombinierte Wasserkraft von Neckar und Sulm, die der Stadt ihren Namen gab, veranlasste Schmidt zur Verlegung seines Firmensitzes. Er nannte seine neue Werkstätte "Neckarsulmer Strickmaschinen-Fabrik AG". Zu den nachmals berühmten NSU-Zweirad-Werken wurde die Fabrik erst nach Schmidts frühem Tod 1884.
Christian Schmidts Schwager und Nachfolger als Firmenchef Gottlob Banzhaf (1858-1930) entschied 1886, die Produktion auf Zweiräder umzustellen. Er vermutete großes Wirtschaftspotential in dieser Branche und glaubte, mit Rädern mehr Geld verdienen zu können als mit Strickmaschinen. Dies stellte sich auch als richtig heraus.
Die ersten Erfolge erzielte Banzhaf mit Hochrädern, wie der 1886 gebauten "Germania". Zwei Jahre später, als sich das Ende des 1860 begonnnenen Hochradbooms abzeichnete, ging man zur Serienfertigung von Sicherheits-Niederrädern über. Damit konnten Umsätze und Gewinn weiter gesteigert werden.
1892 erhielt die Fima einen neuen Namen und verwendete erstmals das Kürzel NSU – drei Buchstaben, die dem Stadtnamen entnommen waren: NeckarSUlm.
Ein weiteres Standbein verschaffte sich NSU nach der Jahrhundertwende mit dem Bau von Motorrädern. Urahn aller folgenden Modelle war das "Neckarsulmer Motorrad" von 1901. Es war mit einem Schweizer Zedel-Motor ausgestattet und brachte 1,5 PS Leistung.
Durch den Erfolg im Zweiradbereich animiert, begann NSU schließlich auch mit dem Bau von Automobilen. Diese Entscheidung kam nicht von ungefähr, hatte man doch bereits 1888 Erfahrungen im Vierradbereich gesammelt. Für den damaligen Stahlradwagen von Gottlieb Daimler, eines der ersten Automobile weltweit, fertigte die seinerzeit noch Strickmaschinenfabrik genannte Neckarsulmer Firma die Fahrgestelle. 1906 legte man dann eine Eigenkonstruktion vor, den "Original Neckarsulmer Motorwagen". Zwei spätere Versionen wurden Phaeton genannt.
Im Ersten Weltkrieg kamen Motorräder von NSU als Heeresfahrzeuge zum Einsatz. Sie wurden neben den Modellen von Wanderer zum hauptsächlich benutzten Meldefahrzeug der deutschen Truppen und bewährten sich an den verschiedensten Fronten.
Generalstabschef der deutschen Armee war übrigens der Preuße Erich von Falkenhayn (1861-1922). Sein Sohn Fritz sollte später in noch engeren Kontakt mit NSU kommen. Er übernahm 1930 die Werksleitung und hatte sie bis 1945 inne.





