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MEISTER ALLER KLASSEN Rennlegenden 1960-1985

Im ersten Teil der Sonderausstellungsreihe Meister aller Klassen präsentiert das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm mit 24 Rennlegenden die spannende Zeit des Motorradrennsports von 1960-1985.

24 extrem seltene Rennmodelle berichten von 25 Jahren der denkwürdigen dritten Epoche im Motorradrennsport, die wohl als letzte mit einer großartigen und breitgefächerten Markenvielfalt und epischen „Rennduellen“ Sportgeschichte schrieb. Zu sehen sind ungewöhnliche Eigenentwicklungen von Technikern, Ingenieuren und technisch versierten Fahrern. Ausgestellt werden die dominierenden Rennmaschinen der großen Firmen, die die deutsche Meisterschaft und die Weltmeisterschaft anführen sollten.

Nicht nur PS-Fans werden begeistert sein, denn die Zeit vor der MotoGP, vor „Il Dottore“ Rossi und den Aprilias wurde beherrscht von Motorradrennen in fünf Hubraumklassen und einer Vielzahl verschiedenster Marken. Das Deutsche Zweirad- und NSU-Museum präsentiert seltene technische Zeitzeugen einer Epoche, in der waghalsige Männer in schwarzen Lederkombis und weißen Halbschalenhelmen auf ohrenbetäubend brüllenden Maschinen um den Sieg rangen.

So wird mit der originalen Vierzylinder- “Honda“-Werksrennmaschine (1964) des 6-fachen Weltmeisters Jim Redman eine Legende des Motorradrennsports zu sehen sein. Daneben gibt es den allerersten „Yamaha TD“-Production Racer, der jemals ein Rennen in Europa gewann. Eine Kawasaki KR 250 wie die des 5-fachen Weltmeisters Toni Mang lässt die Herzen ebenso schneller schlagen wie das „König“-Vizeweltmeistergespann von 1973. Experimentelle Rennmotorräder des französischen „Elf“-Teams, die legendären Langstreckenrennmaschinen von „Honda“ des Eckert-Teams und Graeme Crosbys „Suzuki“ sowie Helmut Dähnes Formel 750-“BMW“ zeugen von einer aufregenden Zeit des Motorradrennsports. Zu sehen ist zudem das Werk einer genialen Konstrukteursgemeinschaft – die 4-Zylinder „URS“ des Helmut Fath aus dem Odenwald – sowie weitere mutige Versuche wie die „FKS“ oder die „SMZ“, die auch Dieter Braun fuhr.

Die italienische Meisterschafts-“Paton“ von 1967 und die frühen Rennversuche von „Ducati“ auf dem Weg zum legendären desmodromisch gesteuerten V-Motor sind ebenso dabei wie „MZ“-Rennzweitakter aus dem ostdeutschen Zschopau die, mit hervorragendem Knowhow entwickelt, Vorboten des kommenden Vorsprungs dieser Technologie darstellen. Außerdem sind zwei JAWAs aus der ehemaligen CSSR dabei, die das Ringen um die Weltmeisterschaft mit hervorragenden Konstruktionen aufnahmen.

In der Sonderausstellung ist erfahrbar, wie sich die europäische Motorradwelt in den fünfzehn Jahren seit Kriegsende komplett veränderte. Das waren die Jahre, in denen Motorradfirma nach Motorradfirma vor dem Autoboom kapitulierte und vom Markt verschwand. Hand in Hand damit dünnte sich die Präsenz der großen Marken aus, die wenige Jahre zuvor Rennsportgeschichte geschrieben hatten. Es blieb wenigen Unternehmen und vielen Privatfahrern mit Eigenengagement überlassen, ihren Sport am Leben zu erhalten, ehe japanische Firmen zeigten, dass die Leistungen der japanischen Rennmaschinen ins scheinbar Unermessliche wachsen können.  Ein Technikrüsten begann: Infernalisch kreischende und oft wenig berechenbare Zweitakter erkämpften ihre Dominanz gegen markerschütternd röhrende mechanische Viertakt-Wunderwerke mit immer ausufernderen Zylinderzahlen. Nach und nach hielt individualistische Gestaltung an Helmen und Rennkombis Einzug und grellbunte Werbeträger nutzten jede freie Fläche an Mensch und Maschine. Der 6-fache Weltmeister Jim Redman fasst es prägnant zusammen: „Die Zeiten waren so einzigartig, weil es keine Einschränkungen wie heute gab“.

Die Sonderausstellung zeigt mit den technischen Zeugen der Zeit von 1960-1985 einen breiten Überblick über zwei Jahrzehnte des Motorradrennsports und lässt jedes Motorradfahrerherz höher schlagen.

Freuen Sie sich schon jetzt auf weitere Sonderausstellungen zum Thema MEISTER ALLER KLASSEN!

Katalog zur Ausstellung "Meister aller Klassen – Rennlegenden 1960-1985"

für 5,50 Euro an der Museumskasse oder zu bestellen (plus Porto) unter: zweiradmuseum(at)neckarsulm.de

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Ausgestellte Fahrzeuge

1961 KRD Karl Reese 4 cyl
1961 JAWA 350 dohc
1961 MZ Re
1962 Yamaha TD 1 A
1964 Honda RC 164
1966 MZ 250 Rosner
1967 Paton 500
1967 JAWA 350 4 cyl.
1970 FKS Fritz Kläger 500
1971 URS Münch
1971 SMZ Schlögl Mang
1971/1972  BMW Dähne Imola
1971 Solo-König
1972 Ducati 500 GP
1973 König-Gespann Schwärzel
1975 Suzuki XR 11
1976 Honda RCB
1980 Suzuki XR 34
1980 Kawasaki KR 250
1981 Suzuki XR 69
1983 Honda Elf-e
1984 Honda RS 750 R Eckert
1984 Honda Elf 2
1986 Armstrong Carbon
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Rennlegenden 1960-86 
1. Ausstellungsteil
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Ausstellungskonzeption
Deutsches Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm 
Manfred Ratzinger, Schwäbisch Gmünd 

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Gestaltung
gruppe sepia, Heilbronn
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Leihgeber
Privatsammlung
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Katalog zur Ausstellung
Manfred Ratzinger und Deutsches Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm
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Fotos und Bildrechte
Jürgen Häffner, Neckarsulmer Museen
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Dank an
Helmut Dähne
Walter Deisinger
Matthias Farwick
Karl Hübben
Jürgen Kießlich
Anton Mang
Herbert Rittberger
Werner Schwärzel
Harald Täger
Gerhard Waibel
Roland Weiss
Manfred Woll
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Presse und Öffentlichkeitsarbeit/Begleitprogramm
Natalie Scheerle-Walz M.A., Manfred Ratzinger
Deutsches Zweirad- und NSU-Museum Neckarsulm
Urbanstr. 11
74172 Neckarsulm
Tel. (07132) 35-271
natalie.scheerle-walz@neckarsulm.de
www.zweirad-museum.de
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Pressedaten zur Ausstellung